Grüne und Freidemokraten arbeiten schwarz für Sozialdemokraten. CDU und Linke sind die Dummen.

Endlich wissen wir, wer bei wem schwarz arbeitet. Laut WirtschaftsWoche hat das Institut der deutschen Wirtschaft in Köln die Wähler befragt, ob sie schwarz arbeiten oder schwarz arbeiten lassen.

Danach hat jeder dritte Grünenwähler und jeder vierte Wähler der FDP 2006 schwarz gearbeitet. Bei den SPD-Wählern waren es 22 Prozent und bei den Wählern der Linken 17,9 Prozent, die am Fiskus vorbei angeschafft haben. Besonders ehrlich und dumm waren die Wähler von CDU und CSU, die zwar schwarz wählen, aber nur zu 13,6 Prozent schwarz arbeiten. Ganz anders sieht es bei den Schwarz-Arbeitgebern aus. Hier liegen die Sozialdemokraten mit 38,1 Prozent vorne. Danach folgen die Grünen mit 37,5 und die FDP-Wähler mit 34,7 Prozent. Am ehrlichsten sind wiederum die Wähler von CDU/CSU (29,2 Prozent) und den Linken (25,6 Prozent).

Was will uns diese Statistik vorgaukeln? Wohl kaum, dass am linken und rechten Rand die ehrliche Haut noch etwas gilt. Eher dass die Wähler der Linken als Hartz-IV-Empfänger kein Geld übrig haben, um andere Schmarotzer durchzufüttern. Und da sie auch zu nichts zu gebrauchen sind, lässt sie niemand schwarz arbeiten.

Es könnte natürlich auch ganz anders sein. Vielleicht stehen sie als Hartz-IV-Empfänger dermaßen unter Beobachtung, dass sie sich erst gar nicht trauen, schwarz zu arbeiten, oder aus weiser Vorsicht einem Meinungsforschungsinstitut gegenüber Schwarzarbeit niemals zugeben würden.

SPD-Wähler sind jedenfalls der Umfrage zufolge zu dumm zum Tapezieren und müssen deshalb einen geschickteren grünen oder freidemokratischen Anstreicher schwarz für sich arbeiten lassen.

Am ehrlichsten sind scheinbar die Schwarzen. Oder lügen schwarze Wähler beim Thema Schwarzarbeit einfach konsequenter? Vielleicht weil auch sie Angst haben, dass das Meinungsforschungsinstitut schwarz fürs Finanzamt arbeitet? Diese vermutlich berechtigte Angst teilen sie mit den Linken.

Politisch motiviert ist die Schwarzarbeit bei Wählern der Grünen und der FDP. Grüne und Freidemokraten machen sich wohl nicht nur im Parlament, sondern auch unter der Hand für Steuererleichterungen und eine Senkung der Lohnnebenkosten stark. Das nenne ich konsequent!

Nichtwähler bleiben in der Studie leider ein weißes Blatt.

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