Afghanistan macht Fortschritte

In Masar-i-Scharif, dort wo unsere Jungs unsere Freiheit verteidigen, ist ein afghanischer Journalist von einem islamischen Gericht wegen Blasphemie zum Tode verurteilt worden, weil er einen Artikel aus dem Internet heruntergeladen, ausgedruckt und verteilt hat, der sich mit den Frauenrechten im Islam beschäftigt.

Dieser Umstand zeigt deutlich, wie erfolgreich der Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan ist. Früher unter den Taliban gab es keine Journalisten, die man zum Tode verurteilen konnte. Es gab keine Zeitungen, kein Radio, kein Fernsehen. Einzige Unterhaltung der Menschen waren die wöchentlichen Steinigungen im Fußballstadion. Jetzt dank der unermüdlichen Aufbauhilfe unserer Jungs gibt es nicht nur wieder Radio, Fernsehen, Zeitungen und Journalisten in Afghanistan, sondern auch schmucke Gerichtsgebäude, die von deutschen Baupionieren errichtet wurden, in denen bärtige Scharia-Richter ihre Todesurteile in würdevoller Umgebung fällen können. Wenn das kein Fortschritt ist, dann gibt es ganz bestimmt Politiker, die in der Lage sind, uns Todesurteile als solchen zu verkaufen. Letztlich ist es wohl so, dass unsere Freiheit am Hindukusch mit der Scharia verteidigt wird. Und das ist Dialektik und keine Appeasement-Politik!

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