Lehren vom LPT 2012.2

Mit großer Disziplin stimmten die Piraten am 14. und 15. April 2012 auf ihrem Sonderparteitag über ihr Wahlprogramm zur Landtagswahl in NRW ab. Dabei zeigte es sich, dass einige Anträge sehr schnell und ohne Diskussion angenommen wurden. Diese Anträge hatten etwas gemeinsam, woraus man seine Lehren ziehen kann.

Anträge, die von einem gut eingespielten Arbeitskreis, wie zum Beispiel dem AK Bildung oder der AK Innenpolitik, eingebracht wurden, nahmen die Zweidrittelhürde in der Regel ohne Probleme. Häufig gab es keine oder nur vereinzelte Gegenstimmen. Das beweist, dass die Piraten großes Vertrauen in die Ergebnisse ihrer Arbeitskreise haben.

Anträge, die in einer größeren Gruppe im Vorfeld breit diskutiert wurden, sind zumeist klarer und verständlicher formuliert. Sie beziehen mehr Rahmen- und Randbedingungen mit ein und behandeln das vorliegende Problem insgesamt kompetenter.

Die Lehre, die man daraus ziehen kann, lautet: Wer in der Piratenpartei Einfluss auf das Programm ausüben möchte, sollte in einen Arbeitskreis gehen und sein Wissen dort einbringen. Er findet dort kompetente Diskussionspartner für seine Anliegen, er kann sein Wissen an der richtigen Stelle wirksam einbringen und er verbessert damit die Qualität der Anträge.

UPDATE: Ein Antrag, der abgelehnt wurde, stammte von einem trollenden Journalisten, der under cover herausfinden wollte, wie leicht man die Piratenpartei manipulieren kann. Nachdem sein Antrag aber abgelehnt wurde, musste er seinen Plan ändern und beklagt sich nun in der Wirtschaftswoche1, dass die Piraten ja gar nicht so basisdemokratisch seien. Ich liebe diese Partei!

Literatur

Mein Leben als Pirat. 2012. Internet: http://www.wiwo.de/politik/deutschland/undercover-in-der-piratenpartei-mein-leben-als-pirat/6527914.html. Zuletzt geprüft am: 22.9.2014.

Fußnoten