Wir bekommen den Hohn, den wir verdienen

Stellen Sie sich vor, Sie verkaufen Autos, ohne Motor und komplett durchgerostet, für maßlos überzogene Preise. Dann kommt ein Kunde, zahlt und schiebt die Rostlaube ohne zu klagen vom Hof. – Also ich könnte mir einen höhnischen Kommentar über diesen Trottel nicht verkneifen.

Noch viel dümmer haben sich die Staats- und Regierungschefs in Europa verhalten, als sie kriminellen Bankern Milliarden Euro an Steuergeldern in den Rachen geworfen haben. Sie zahlten und zahlten und erhielten statt einer Gegenleistung nur Hohn und Spott, wie mitgeschnittene Telefonate aus Irland1 jetzt beweisen. Die irischen Banker sind sicher keine Ausnahme. Und vermutlich sind sie nicht einmal besonders schlechte Menschen. Wie gesagt, wäre ich Autohändler und meine Kunden würden mir meinen wertlosen Schrott fürstlich vergolden, ich würde wohl ähnlich reagieren.

Oder würden Sie liebe Leserin, lieber Leser, jemanden ernst nehmen, der so handelt wie mein fiktiver Autokäufer – oder unsere Politiker allen voran Frau Merkel? Man bekommt immer den Spott, den man verdient. Das gilt übrigens auch für die Bevölkerung, die solche Politiker nicht aus dem Amt jagt.

Literatur

Abuse the bank guarantee, don’t get caught – David Drumm. In: Independent.ie. 2013. Internet: http://www.independent.ie/business/irish/anglo/abuse-the-bank-guarantee-dont-get-caught-david-drumm-29369275.html. Zuletzt geprüft am: 23.9.2014.

Fußnoten


  1. Abuse the bank guarantee, don’t get caught – David Drumm. In: Independent.ie. 2013. Internet: http://www.independent.ie/business/irish/anglo/abuse-the-bank-guarantee-dont-get-caught-david-drumm-29369275.html. Zuletzt geprüft am: 23.9.2014.

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