Aktuelle Sudeleien
Vorsicht Satire!
Seniorensedativ Jauch bei der ARD
Günter Jauch wird die neue Anne Will, die einmal die neue Sabine Christiansen war, die ihrerseits das politische Volkssedativ Polit-Talkshow – wenn auch nicht erfunden – so doch perfektioniert hat.
Der Rausch des Seins
Eine Einsicht, die man besonders gerne und erfolgreich verdrängt, ist die, dass man sich selbst kein Ursprung ist, dass man nicht einmal Ursprung seines eigenen Tuns und seines eigenen Denkens ist. Wir sind immer schon ein Gewordensein, das in ein Gewordenes geworfen ist. Die Welt, in die wir als vermeintlicher Anfang hineingeboren werden, ist immer schon da, sie prägt uns, erhält uns und vernichtet uns.
Nacht
Es ist, als wäre es Nacht um mich. Eine Nacht des Geistes, eine Nacht des Willens, eine Nacht der Tat.
Kein Weg nirgends
Unser Gemeinwesen ist am Ende. Es wurde von einer selbstgefälligen Politikerkaste und finanzstarken Lobbyisten zu Grunde gerichtet. Die große Mehrheit der Bevölkerung wird durch billige Unterhaltung und geschickt dosierte Zukunftsängste ruhig gestellt und gefügig gemacht. – Das ist nicht nur bei uns so, das ist überall auf der Welt so und es war schon immer so.
Warum Gauck?
Da die Bundespräsidentenwahl schon morgen ist, habe ich keine Zeit mehr gehabt, mich kurz zu fassen. Und übermorgen ist dieser Text sowieso schon kalter Kaffee. Lest ihn also heute noch oder vergesst ihn!
Bundesschwiegersohn Wulff – oder Wikipedia im Wahlkampf
Kurz nach der Nominierung von Christian Wulff zum Kandidaten für das Amt des Bundespräsidenten erschienen in der Thüringer Allgemeinen und der Rheinischen Post zwei Porträts, die den Parteipolitiker als barmherzigen Samariter zeichnen, der in seiner Jugend aufopferungsvoll seine kranke Mutter gepflegt habe. Sofort landen die entscheidenden Zeilen noch ein wenig reißerischer in Wikipedia.
Der Rücktritt
Das Ende von Horst Köhlers Präsidentschaft ist genauso absurd wie ihr Beginn in Westerwelles Küche. Wir erleben gerade die Demontage einer der letzten Fiktionen der alten Bundesrepublik – die Existenz eines überparteilichen, rein repräsentativen Präsidenten – durch den Amtsträger selbst.




