Demeter oder der Blick zurück
Essay über die Entstehung des Getreides und Kritik der Ahnenlosigkeit in vier Teilen.
Teil 1: Brotbacken
Wer sein Brot selbst backt, hat sich vielleicht schon einmal über die Einfachheit gewundert, die ein solches Werk auszeichnet.
Teil 2: Nomadenwege und Allopolyploidie
Keine einzige Getreidesorte, weder der Mais Amerikas oder der Weizen Europas und Mesopotamiens, noch der Reis Asiens sind natürlichen Ursprungs. Weizen, Roggen, Gerste, Reis, Mais, Hirse und Hafer – sämtliche Getreidesorten sind Züchtungen des Menschens.
Teil 3: Kreativität der Tradition
Wir sind gewohnt, die Menschheitsgeschichte als eine Abfolge von Erfindungen zu betrachten, die aufeinander aufbauen und das technische Verständnis der Menschen stetig erweitern und immer mehr verfeinern. Was wir dabei aus dem Blick verlieren, sind Veränderungen, die nicht auf Erfindungen basieren, sondern auf ihrem Gegenteil, der Tradition.
Teil 4: Entfremdung
Natürlich ist es nicht das Brot allein, das wir unseren Vorfahren verdanken, aber es ist das Symbol für die Gesamtheit unserer Kultur, die wir als die unsrige begreifen, obwohl wir das Meiste davon bloß geerbt haben. Die ehrlichste Religion wäre daher ein Ahnenkult, der sich vor den titanischen Leistungen der ungezählten Generationen, die uns vorausgingen, verneigen würde.

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