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Endlager für ausgebrannte Politiker

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Die friedliche Nutzung staatlicher Macht bringt große Probleme mit sich. So wird beispielsweise die Endlagerung ausgebrannter Politiker immer teurer. Besonders kostspielig wird die symbolische Lagerung Stoibers im Betonfundament des Trandrapid, der den Hauptbahnhof von München näher an Bayern heranführen soll.

Endlager für ausgebrannte Politiker

Bringt den Hauptbahnhof näher an München heran. (Quelle: Wikimedia Commons)

Früher konnte man Politiker mit abgelaufenem Haltbarkeitsdatum noch relativ preiswert in Europa endlagern. Jahrzehntelang wurden deutsche Wirtschaftsminister, nachdem sie die Energieversorgungsunternehmen dabei unterstützt hatten, Monopole zu bilden und den Verbraucher zu schröpfen, einfach auf einem Liegestuhl in der Europäischen Kommission deponiert, bis ein Pensionsanspruch erreicht war, der den Verdiensten der Politiker um die Wohlfahrt der Großkonzerne gerecht wurde. Heute, da die Kommission vom Europäischen Parlament bestätigt werden muss, ist dies schwieriger geworden. Altlasten werden auf den Liegestühlen der Kommission nicht mehr geduldet. Das Nachsehen haben die Steuerzahler, denn nun wird die Entsorgung abgewählter oder von Landrätinnen weggemobbter Politiker extrem teuer.  Je knapper die sicheren Posten werden, umso horrender steigen die Forderungen der Betreiber der Endlager. Oft finden sich nur noch zwielichtige Diktaturen wie Russland bereit, die besonders strahlenden Abfälle aufzunehmen.

Wie teuer die Endlagerung Stoibers wird, ist noch nicht abzusehen, weil niemand weiß, ob die 37 Kilometer Transrapid-Strecke vom Münchner Hauptbahnhof nach Bayern nun zwei, drei oder vier Mrd. Euro kosten werden.

Auftrieb bekommen nun natürlich die Kritiker der friedlichen Nutzung politischer Macht, die immer schon gefordert hatten, auf die Nutzung von Politikern ganz zu verzichten und stattdessen den Ausbau alternativer Regierungsformen befürworteten. Längst glaubt niemand mehr, dass das Licht ausgeht, wenn wir die Politiker abschalten. Und so werden die Rufe nach einem Ausstieg immer lauter.

Im Falle Stoibers kommt diese Erkenntnis allerdings zu spät. Er wird nicht nur in Europa zwischengelagert, für ihn muss der Steuerzahler auch noch ein Endlager bauen. Bleibt nur zu hoffen, dass den Fahrgästen der Magnetschwebebahn auf der Fahrt von München nach Bayern wenigstens Stoibers Transrapid-Ansprache vorgespielt wird, damit alle ausländischen Gästen erfahren, wo sie gelandet sind.

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