Geliebte Schimpansin
Schimpansen sind nicht nur Menschen, sie küssten und sie schlugen sich auch als Liebespaar durch ein gemeinsames Leben. Das Ergebnis lässt sich bekanntlich noch heute vielfach in so manchem Ebenbild Gottes bewundern.
Neue genetische Erkenntnisse erklären uns die aktuelle Politik. Mensch und Schimpanse konnte Millionen Jahre nicht voneinander lassen, obwohl sie längst zu unterschiedlichen Gattungen gehörten. Natürlich findet diese Sensation auch ein Echo in der deutschen Publizistik. So fragt Spiegel Online rhetorisch nüchtern „Hatten Vorfahren von Mensch und Schimpanse Sex?“ während Telepolis die romantische Liebe unter Verwandten beschwört.
Für das Ebenbild Gottes auf dem Präsidentenstuhl in Amerika dürften Genetiker bald ebenso verhasst wie Islamisten sein. Und man darf sich gar nicht vorstellen, was in der islamischen Welt passiert, wenn westliche Karikaturisten sich Gedanken über die Liebe im Paradies machen. Mit affenähnlicher Geschwindigkeit wird eine Tsunami-Welle der Entrüstung um die Welt gehen.
Müssen wir Männer die Blicke weiblicher Affen im Zoo nun anders deuten? Sollten Frauen nicht mehr allein ins Affenhaus gehen? Nein, ich glaube nicht, dass die genetischen Erkenntnisse zu einer Erweiterung unserer sexuellen Erfahrung beitragen werden. Jedenfalls nicht kurzfristig.
Ich vermute eher, dass die Industrie, die den Regenwald abholzt, nun endlich ein Argument in der Hand hat, um Umweltschützer zu diskreditieren. Wir lassen uns doch nicht von Sodomiten das Geschäft versauen!




